Niedersächischer Staatspreis für Architektur
Grafik: Niedersächischer Staatspreis für Architektur

Gute Architektur zeigt zukunftsfähige Lösungen auf

Alle zwei Jahre verleiht das Land Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Niedersachsen den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur, die höchste Architekturauszeichnung in Niedersachsen.
Mit diesem staatlichen Architekturpreis sollen besondere Leistungen auf dem Gebiet der Architektur gewürdigt und angeregt werden. Die Entwurfsverfasserinnen und -verfasser werden gemeinsam mit den Bauherren für ihre Bereitschaft ausgezeichnet, neue Qualitäten in der Architektur zu schaffen.


Niedersächsischer Staatspreis für Architektur 2018
zum Thema „Bauen für Wirtschaft und Verwaltung“

Das Land Niedersachsen, vertreten durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, lobt 2018 zum zwölften Mal den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur aus. Seit 1996 wird diese höchste Architekturauszeichnung des Landes im zweijährigen Rhythmus verliehen – seit 2002 in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen.

2015 wurde zwischen dem Ministerium und der Architektenkammer vereinbart, den Wettbewerb in einem festen Turnus wiederkehrender Themen auszurichten. Hatte der Wettbewerb zuletzt sein Augenmerk auf öffentlich genutzte Gebäude gelegt, so wird es gemäß dieser Verabredung im kommenden Jahr um die Themen Wirtschaft und Arbeit gehen.

Der Niedersächsische Staatspreis für Architektur stand 2018 unter dem Motto: „Bauen für Wirtschaft und Verwaltung“.

66 Bewerbungen gingen zum Wettbewerb. Eine 13-köpfige Jury wählte daraus 10 Objekte für die Engere Wahl aus, bereiste diese und kürte das Siegerprojekt 2018.

Niedersächsischer Staatspreis für Architektur 2018 geht an Hafven, Coworking und Makerspace, Hannover

Hafven, Coworking und Makerspace, Hannover
Foto: Hélène Binet

Bauminister Olaf Lies zeichnete das Berliner Büro Mensing Timofticiuc Architekten und die Plimo GmbH & Co. KG, Hannover am 14. Juni 2018 im Niedersächsischen Landtag in Hannover aus.

Die Jury unter Leitung des Frankfurter Architekten Prof. Michael Schumacher betonte, dass in einer durch Technologie völlig veränderten Lebens- und Arbeitswelt der Mut zu sowohl inhaltlich als auch formal neuer und eigenwilliger Architektur an einem sehr zentralen, aber unwirtlichen Ort der Stadt gerade auch durch den Staat belohnt werden müsse. Hier seien markante Räume definiert worden, die Raum lassen für das nicht Planbare, bei dem Kopf und Hand, Denken und Ausprobieren wieder unmittelbar durch die Architektur angesprochen würden.

Niedersachsens Bauminister Olaf Lies überreichte den Preis am Donnerstagabend in der Portikushalle des Niedersächsischen Landtags. „Alle von der Jury ausgewählten Objekte sind Beispiel für gute Architektur und Städtebau. Sie stärken die Baukultur in Stadt und Land und entwickeln diese qualifiziert weiter. Das verdeutlicht auch die von mir stark wahr genommene gesellschaftliche Relevanz des Wettbewerbs. Insbesondere die Auswahl der Nominierungen zeigt, wie vielschichtig sich verändernde Arbeitswelten in der Architektur widerspiegeln können“, lobte der Minister die Qualität der Projekte.

Robert Marlow, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen und selbst Jurymitglied, betonte: „Eine professionelle und wettbewerbsfähige Umgebung stellt heute, in Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung, differenzierte Anforderungen an das Arbeitsumfeld. Zeitgemäße Architektur muss mit neuen Konzepten und Projekten darauf reagieren. Den ausgezeichneten Objekten ist dies beispielhaft gelungen: Sie dokumentieren, welch zukunftsweisende Ergebnisse bei guter interdisziplinärer Zusammenarbeit von Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadt­planern möglich sind.“

Die Nominierungen sind:

♦ „Solarlux Campus“, Melle.

Solarlux Campus, Melle
Foto: Constantin Meyer

Entwurfsverfasser: DIA 179 German Industry Architecture GmbH, Berlin (Architekt / Generalplaner). Weitere Beteiligte: Statix GmbH, Leipheim (Tragwerksplaner) / INNIUS GTD GmbH, Berlin (TGA) / DIA179 GmbH, Berlin (Fassadentechnik) / FAATZ Lichtberatung, Eckental (Lichtplaner) / DIA 179 mit GRAEF GmbH (Innenarchitektur) / Lützow 7 C. Müller J. Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin (Landschaftsarchitektur) / INNIUS GTD GmbH, Berlin (Energieplaner) / hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH, Berlin (Brandschutzplaner) / Kaulich & Hofmann, Lappersdorf (Elektroplaner) / Wissel/Mai GbR, Sarstedt (Sprinklerplaner) / Klier und Partner, Glauchau (Tiefbauplaner) / Dr. Peter Kuczia mit Bartek Witkowski, Osnabrück (Bildende Bauten). Bauherrin: Solarlux GmbH, Melle

♦ „Neubau Vollversorgermarkt“, Oldenburg.

Neubau Vollversorgermarkt, Oldenburg
Foto: © Meike Hansen, Archimage

Entwurfsverfasser: Lars Frerichs. neun grad architektur, Oldenburg. Weitere Beteiligte: Linda Erstling (Ausschreibung) / Jochen Rehling (Projektentwickler) / Heiko Matthias (Projektarchitekt). Bauherr: M&L Grundstücksgesellschaft mbH, Oldenburg

In der Engeren Wahl waren:

♦ „Naturparkhaus Mardorf“, Neustadt am Rübenberge – OT Mardorf. Entwurfsverfasser: btp architekten BDA brandenburg tebarth partnerschaft mbB, Hannover. Bauherrin: Region Hannover. Weitere Beteiligte: IBH Ingenieurbüro Höyns, Dipl.-Ing. Ralf Höyns, Hannover (Tragwerksplanung) / SPP-Ingenieure, Hannover (TGA-Planung) / energydesign, Braunschweig (Energieberatung)

♦ „Ostfalia Hochschule, Labor für Fahrzeugtechnik Wolfsburg“. Entwurfsverfasser: Nickl & Partner Architekten AG, Berlin / Land Niedersachsen vertreten durch Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL), Hannover. Bauherr: Land Niedersachsen vertreten durch Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL), Hannover

♦ „Solarlux Campus“, Melle. Entwurfsverfasser: DIA 179 German Industry Architecture GmbH, Berlin (Architekt / Generalplaner). Weitere Beteiligte: Statix GmbH, Leipheim (Tragwerksplaner) / INNIUS GTD GmbH, Berlin (TGA) / DIA179 GmbH, Berlin (Fassadentechnik) / FAATZ Lichtberatung, Eckental (Lichtplaner) / DIA 179 mit GRAEF GmbH (Innenarchitektur) / Lützow 7 C. Müller J. Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin (Landschaftsarchitektur) / INNIUS GTD GmbH, Berlin (Energieplaner) / hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH, Berlin (Brandschutzplaner) / Kaulich & Hofmann, Lappersdorf (Elektroplaner) / Wissel/Mai GbR, Sarstedt (Sprinklerplaner) / Klier und Partner, Glauchau (Tiefbauplaner) / Dr. Peter Kuczia mit Bartek Witkowski, Osnabrück (Bildende Bauten). Bauherrin: Solarlux GmbH, Melle

♦ „Neubau Vollversorgermarkt“, Oldenburg. Entwurfsverfasser: Lars Frerichs. neun grad architektur, Oldenburg. Weitere Beteiligte: Linda Erstling (Ausschreibung) / Jochen Rehling (Projektentwickler) / Heiko Matthias (Projektarchitekt). Bauherr: M&L Grundstücksgesellschaft mbH, Oldenburg

♦ „Bürohaus hanova, Klagesmarkt“, Hannover. Entwurfsverfasser: Architekten BKSP Grabau Obermann Ronczka und Partner mbB, Hannover / Rokahr Innenarchitekten BDIA, Hannover. Weitere Beteiligte: Thomas Obermann, Dipl.-Ing. Architekt / Michael Ronczka, Dipl.-Ing. Architekt / Patrick Otto, Dipl.-Ing. Architekt / Oliver Hauer, Dipl.-Ing. Architekt / Jonas Starke, M. Sc. Architektur. Bauherrin: hanova Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH(GBH), Hannover

♦ „Verwaltungsgebäude Avacon AG“, Salzgitter-Lebenstedt. Entwurfsverfasser: bof architekten bücking, ostrop & flemming partnerschaft mbb, Hamburg. Bauherrin: Avacon Netz GmbH (vorm. Avacon AG, davor E.ON Avacon AG), Helmstedt

♦ „Hafven, Coworking und Makerspace“, Hannover. Entwurfsverfasser: Mensing Timofticiuc Architekten, Berlin. Bauherrin: Plimo GmbH & Co. KG, Hannover BESSER. MIT ARCHITEKTEN.

♦ „Wolfsburger Nordkopf Tower”. Entwurfsverfasser: Schulz und Schulz, Professoren Ansgar und Benedikt Schulz, Leipzig. Bauherrin: Stadtwerke Wolfsburg AG, Wolfsburg

♦ „HTW 26 – Bürogebäude am Heger-Tor-Wall“, Osnabrück. Entwurfsverfasser: heimspielarchitekten matzken kampherbeek PartGmbB, Münster. Bauherrin: VVN Niederberghaus GmbH, Ibbenbühren

♦ „Yard Boarding Hotel – Alte Reihe“, Wolfsburg. Entwurfsverfasser: Keferstein+Sabljo Architekten BDA, Hannover. Bauherr: Günther Graf von der Schulenburg, Wolfsburg

Weitere Informationen finden Sie unter
www.Staatspreis-Architektur.de.

Niedersächsisches
Ministerium für
Umwelt, Energie,
Bauen und Klimaschutz
Referat: Städtebau, Bauleitplanung, Baukultur
Gustav-Bratke-Allee 2
30169 Hannover
Alexandra Laske-Meyer
Telefon: (0511) 120-5847
Fax: (0511) 120-99 5847
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